Stiftung Jonathan

"Du hast mich wunderbar gemacht!" Psalm139,14                                                                     

Unser Team

Tita von Rössing

Tita von Rössing

Physiotherapeutin

Kuratorium

Kontakt: titavonroessing@stiftungjonathan.de

Nach meinem Abitur in Guayaquil (Ecuador) bin ich nach Deutschland gekommen, um mich hier im Bereich der Förderung von behinderten Kindern und Jugendlichen ausbilden zu lassen. Der Sohn einer befreundeten Familie war mit Trisomie 21 auf die Welt gekommen und dieser Junge war während meiner gesamten Jugendzeit das einzig "sichtbare" Kind mit Beeinträchtigung. Das ließ mich vermuten, dass andere Kinder einfach nicht in die Gesellschaft integriert wurden und Gespräche bestätigten dies: es hieß dann immer "mein Kind ist eben kränklich, ich lasse es zu Hause" oder ähnlich. Anfang der achtziger Jahre gab es in Ecuador nur eine einzige Institution, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistigen Beeinträchtigungen Beschäftigungs- und Fördermöglichkeiten bot. Körperliche oder Mehrfachbehinderungen kamen in der Öffentlichkeit schlicht nicht vor – ein Mangel, den ich gerne beheben wollte. Ein Praktikum in einer Tagesstätte für schwerstmehrfachbehinderte Kinder in Celle hat mich sehr in diesem Vorhaben bestärkt, aber es kam dann doch alles anders: 1987 lernte ich Alexander von Rössing kennen und lieben und ließ meinen Plan, nach Ecuador zurückzugehen, zugunsten eines Lebens an seiner Seite fallen. Im Jahr 2016 bin ich dann durch die "Matrosen für die Arche" wieder in Berührung mit dem Thema Behinderung gekommen: Anne-Christin Ladwig hat dieses Projekt ins Leben gerufen, in dem eine Gruppe von Ehrenamtlichen schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche in einer Wohngruppe in Hildesheim besucht und ihnen Zeit und Zuwendung schenkt. Ein Luxus, der im Alltag einer solchen Einrichtung vom Pflegepersonal nicht zu leisten ist. Wenn ich "mein" Kind in seiner Wohngruppe besuche brauche ich keine großen Klimmzüge zu machen, um dem kleinen Mädchen etwas Gutes zu tun: Ob ich sie nun in ihrem Rolli durch den Wald schiebe, sie dabei Blätter fühlen lasse und ihr etwas vorsinge oder nur die Kraft habe sie 20 Minuten im Arm zu halten und ihr so körperliche Nähe schenke – es ist für mich jedes Mal eine kleine Auszeit aus dem hektischen Alltag, in der alles andere in den Hintergrund tritt. In den ersten Monaten nach dem Tod meines Mannes konnte ich trotz meiner energetisch kümmerlichen Verfassung jemanden unterstützen, der noch schwächer ist, weil er alleine garnichts kann – ein beglückendes Gefühl, das ich nicht mehr missen möchte. Mit meinem Engagement in der Stiftung Jonathan möchte ich eine Idee meines verstorbenen Mannes in die Tat umsetzen, wie ich es schon in der Rubrik "Über uns" beschrieben habe.

Anne Christin Ladwig

Anne Christin Ladwig

Pastorin

Kuratorium

Kontakt: annechristinladwig@stiftungjonathan.de

Mit dem Thema „Behinderung“ bin ich das erste Mal kurz nach dem Abitur in Berührung gekommen, als ich für ein halbes Jahr in einer Einrichtung für behinderte Jugendliche in England gearbeitet habe. Mir hat es sehr imponiert, mit wieviel Lebensfreude und Optimismus die Jugendlichen ihr Leben angehen und sich auch nicht durch Schmerzen, Einschränkungen und eine geringe Lebenserwartung die Hoffnung nehmen lassen. 2010 bin ich dann selbst Mutter eines schwerstmehrfachbehinderten kleinen Jungen geworden. Joni hat mein Leben bereichert und verändert und ich möchte keinen Tag mit ihm missen! Ich habe in den Jahren mit Joni aber auch erlebt, was viele Eltern von behinderten Kindern erleben: die ständige Sorge um die Gesundheit des Kindes; der Kampf mit den Krankenkassen um Hilfsmittel, Therapien und Pflegegeld; die Schwierigkeit, eine Pflege im häuslichen Bereich zu organisieren; die Frage danach, wie man Beruf und Pflege unter einen Hut bekommt - und die Zerreißprobe, die diese besondere Situation für eine Familie bedeutet. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt – und einen Teil davon konnte ich nach Jonis Tod in meinem Beruf als Pastorin auf einer Projektstelle in einer großen Behinderteneinrichtung einbringen. In dieser Zeit entstand auch das Projekt „Matrosen für die Arche“ – eine Gruppe Ehrenamtlicher, die schwerstbehinderte Kinder besucht und ihnen Zeit und persönliche Zuwendung schenkt – im Pflegealltag oft ein großer Luxus! Ich engagiere mich in der Stiftung, weil ich in den Jahren mit Joni oft das Gefühl hatte, alleine vor einem großen Berg an Herausforderungen zu stehen. Jetzt möchte ich anderen Eltern in dieser Situation beistehen, um diesem Alleinsein etwas entgegenzusetzen. Ich glaube, das Beste, was wir für behinderte Kinder tun können, ist es, die Familiensysteme zu stärken und zu unterstützen, damit diese Kinder ein Teil des „normalen“ Lebens bleiben können.

Ralf Simon

Ralf Simon

Heilpädagoge

Kuratorium

Kontakt: ralfsimon@stiftungjonathan.de

Ich bin seit Februar 2018 für die Stiftung im Kuratorium tätig. Seit ungefähr 30 Jahren arbeitete ich in der Behindertenhilfe und mir macht mein Beruf sehr viel Freude. Ich habe nach meiner Mechanikerausbildung meinen Zivildienst in einer Einrichtung der Behindertenhilfe absolviert und gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen sehr viel mehr Spaß macht. Mir war es in meiner beruflichen Entwicklung immer wichtig, dass Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft genauso einen Platz haben wie jeder andere Mitbürger auch. Heute spricht man von Teilhabe und das ist ein Bedürfnis, das jeder Mensch mit sich trägt! Und das, davon ist bin ich absolut überzeugt, gilt auch für Menschen mit multiplen Beeinträchtigungen (sehr schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen)! Wir als Stiftung möchten insbesondere Kinder und junge erwachsene Menschen mit Behinderungen und deren Eltern und Angehörige unterstützen, die nötige Hilfe zu bekommen, damit Teilhabe uneingeschränkt möglich wird. Ich möchte mit meinem Mitwirken in der Stiftung gerne einen Teil dazu beitragen.

Dr. Hans Peter Geyer

Dr. Hans Peter Geyer

Dipl.Kfm/Pensionaer

Kuratorium

Kontakt hanspetergeyer@stiftungjonathan.de

Das Schicksal des kleinen Jonathan und das daraus entstandene Anliegen des Ehepaars Von Roessing bewegen mich sehr. Als Gründer und langjähriger Vorsitzender der BürgerStiftung Hildesheim habe ich umfassende Stiftungs -Erfahrung gewinnen können. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dem so wichtigen Anliegen der Hilfe zu Gunsten Schwerst behinderter Kinder mit dieser Erfahrung nutzen könnte. Dies und die Nähe zum Ehepaar von Roessing sind mein Motiv für das Engagement zu Gunsten der Jonathan Stiftung.

Alexander von Rössing ✞ 2017

Alexander von Rössing ✞ 2017

Landwirt

Stiftungsgründer

Robert Smietana

Robert Smietana

Pastor

Fundraiser